Die Publizisten und Kommunikationswissenschaftler Hans-Jürgen Arlt und Wolfgang Storz untersuchten 2011 im Auftrag der Otto-Brenner-Stiftung die Darstellung der Bild-Zeitung zur Griechenland- und Eurokrise 2010 und kamen zum Schluss, dass die Bild lediglich anhand einer inhaltlichen Linie (z. B. die Darstellung der angeblich faulen Griechen) Botschaften an die Leser aussendet und hingegen kaum über die Sachverhalte informiert. Zwar bediene sich die Bild des journalistischen Handwerks, „aber nie, um Ziele des Journalismus zu verfolgen.“[107] Die Studie fand Beachtung in überregionalen deutschen Medien.[108] Von dort kann man sofort die eigenen Freunde zum Spielen herausfordern, eine Frage zu einem schwierigen Level stellen oder neue Elemente der eigenen Lieblingsspiele entdecken, von denen man bis dahin noch nichts wusste. Nach einer bemerkenswerten Leistung oder einem anderen Ereignis, das man teilen möchte, können die Spieler ihr Spiel oder ihre Anwendung pausieren und direkt eine entsprechende Nachricht an die Miiverse-Community schicken. Tipps Gegen Weiße Flecken Auf Den Zähnen Youtube Ehepaare, so zwischen 65 und 75 Jahre alt, gut situiert, und schon total lange verheiratet. Irgendwie sieht man denen das an, die kommunizieren schweigend. Sie schick angezogen, Wasserwelle, Seidenbluse, Perlenkette, Jeanshose mit Gummibund oben und Bügelfalte vorne. Er Strickjacke, Polohemd, Flanellhose, hochwertige Sandalen. Sie gibt ihm schweigend den Autoschlüssel, er gibt ihr schweigend den Einkaufszettel. Sie geht rechts, er links, sie geht zielstrebig, er schlendert und schaut sehr viel. Er grüßt, in dem er den Zeigefinger nach oben hebt und nickt, sie schaut hoch und lächelt kurz. Das Lächeln ist sehr kurz, die Wasserwelle verschwindet wieder mit dem Kopp in der Wursttheke. So, der Fall der Eskalation: Eine 18-jährige im Minirock, total cellulitefrei, Körbchengröße C, enges T-Shirt mit V-Ausschnitt, und die ist ca. 165 cm groß und muss sich in die Tiefkühltheke beugen. Holla, die Strickjacke verläßt seine Route, geht Richtung 18-jährige, kramt mit der linken Hand im Streichkäse, Augen aber auf die 18-jährige. Wasserwelle ruft: Chloasma Gravidarum Definition 500 Während sie hinter dem Wagen entlanglief, fiel ihr eine umgekippte Truhe auf. Sie mußte beim Kampf heruntergefallen sein, oder man hatte sie beim Beladen fallen lassen. Das Holz war gesplittert, der Deckel aufgesprungen, und der Inhalt der Kiste lag am Boden verteilt. Arya bemerkte Seide und Satin und Samt, den sie niemals trug, doch mochte sie auf der Kingsroad vielleicht warme Kleider brauchen… und außerdem…Arya kniete im Dreck zwischen den verstreuten Kleidern. Sie fand einen schweren, wollenen Umhang, einen Samtrock, ein Seidenhemd und einiges an Unterwäsche, ein Kleid, das ihre Mutter ihr bestickt hatte, ein silbernes Kinderarmband, das sie vielleicht verkaufen konnte. Sie stieß den zerbrochenen Deckel beiseite und suchte in der Truhe nach Needle. Das Schwert hatte sie weit unten versteckt, unter allem anderen, aber ihre Sachen waren durcheinandergeraten, als die Truhe umgekippt war. Einen Moment lang fürchtete Arya, jemand könne das Schwert gefunden und gestohlen haben. Dann spürten ihre Finger das harte Metall unter einem Satinkleid. Rotweinflecken Beton Entfernen Schweiz Er war oben gewesen, hatte sich der Bequemlichkeit eines Federbetts und Shaes Wärme an seiner Seite erfreut, als sein Knappe ihn geweckt hatte, um ihm mitzuteilen, daß ein Reiter mit schlechter Nachricht aus Riverrun eingetroffen sei. So war also alles umsonst gewesen. Der Sturm gen Süden, der endlose, harte Marsch, die Leichen am Wegesrand… alles umsonst. Robb Stark war schon seit Tagen in Riverrun.

Tipps Gegen Weiße Flecken Auf Den Zähnen Youtube

Vorgärten sind ganz wesentlich bei der Gestaltung des Drumherums eines... Altersflecken Fruchtsäure Jahreszeiten Birnbaum, ich klage dir,
Drei Würmer, die stechen mir,
Der eine ist grau,
Der andere ist blau,
Der dritte ist rot,
Ich wollte wünschen, sie wären alle drei todt. Pigmentflecken Was Tun Gegen Jucken Gaslighting – dieses Wort haben in diesem Zusammenhang wohl nur wenige schon mal gehört. «Es ist ein Orchideenbegriff für ein sehr verbreitetes Phänomen», sagt Christa Roth-Sackenheim, die Vorsitzende des Berufsverbands Deutscher Psychiater. Gaslighting ist eine Form des psychischen Missbrauchs, bei der die Opfer herabgewürdigt werden, ihre Wahrnehmung nicht respektiert wird. Chloasma Gravidarum Definition 500 Pigeon mandarin besitzen eine flächig gelborange bis mandarinenrote Grundfarbe. Im Stirnbereich und im äußeren Bereich der Rücken- und Afterflossen findet man einen leichten schwarzen Saum. Einzelne Tiere können auch noch eine Zeichnung im Stirnbereich aufweisen. Chloasma Gravidarum Definition 500

Ich träumte diese Nacht von Karamellenten, die über den See schwammen. Eine von ihnen war aber aus Nougat und wurde von allen anderen gehänselt, bis sie zu einem wunderschönen Nussnougatschwan herangewachsen ist. Dass ich Märchen in meine Träume einbaute, beunruhigte mich fast so sehr wie die Tatsache, dass ich das hässliche Entlein am liebsten gegessen hätte. Selbst als ich aufwachte, hatte ich noch diesen charakteristischen Geruch von Schokolade in der Nase.
Torben roch nicht nach Schokolade. Er lag neben mir, oberkörperfrei, mit vollkommen zerzausten Haaren und leicht geöffnetem Mund. Seine Decke lag weit abseits des Bettes, irgendwo in der Wüste seines Zimmers, während er wahrscheinlich davon träumte, ein Kaninchen über die Wiese zu jagen – so sah das nämlich aus, wenn er im Schlaf wieder und wieder mit den Beinen zuckte.
Doch um Gottes Willen oder vielleicht eher den der gesamten schwulen Weltbevölkerung, Torben könnte im Schlaf sabbern wie ein Kleinkind, er ähnelte noch immer einem Adonis. Okay, vielleicht war das etwas übertrieben, niemand war perfekt, aber dieser braunhaarige Kerl neben mir, der war verdammt nah dran. Da gab es diese winzigen, süßen Leberflecken, die er auf dem durchtrainierten Rücken hatte, sowie das Sixpack und sein Geruch! Das ganze Bett roch nach ihm, mein Kissen, meine Decke, das Bettlaken, selbst ich! Es war ein herber, männlicher Geruch, ohne jegliche parfümiere Verfälschung. Einfach Torben eben. Ich hätte mich damit auch ansprühen können.
Ich hatte mich nicht in ihn verliebt. Nein, meiner Meinung nach mussten sich solche Dinge erst mit der Zeit entwickeln. Es gab keine Liebe auf den ersten Blick oder Seelenverwandtschaft, auch bei mir und Torben nicht. Ich war einfach jung und wollte Erfahrungen machen, mich austesten, lernen und Spaß haben. An solche ernsten Sachlagen verschwendete ich keinen einzigen Gedanken!
Dass es zwischen uns gefunkt hatte, das ist lediglich Zufall gewesen. Dass er des weiteren Elias älterer Bruder ist, dafür konnte ich ja immerhin auch nichts. Sollte ich denn jetzt jeden Mann vorher fragen, ob er Geschwister hatte? Oder direkt um eine Blutprobe bitten? Nur weil Elias und ich eben so was wie ‚Hass auf den ersten Blick’ hatten, ne, das tat ich mir doch nicht an. Dann hatten Herr und Frau König halt so einen miesen Fehler mit dem zweiten Kind begangen, so was passierte. Dafür war Torben umso besser.
Ich hatte schließlich bei ihm übernachtet, aber nicht weil wir ‚zusammen Kaffee trinken wollten’, sondern weil ich zu betrunken gewesen bin und meine Mutter mich in diesem Zustand sogleich wieder vor die Haustür befördert hätte. Homosexualität tolerierte sie, hirnloses Gesaufe war da was ganz anderes!
Torben hatte damit kein Problem gehabt, seine Eltern seien eh momentan auf einer Geschäftsreise. An Elias hatte ich dabei keine Sekunde gedacht, erst als ich seine Turnschuhe im Hausflur sah, typische Markenteile, die er auch beinahe jeden Tag in der Schule trug, fiel mir ein, dass er auch hier wohnte. Ich hätte ja niemals vermutet, dass ich einmal bei Familie König zu Hause sein würde! Übrigens gab es dort keinen Kamin mit meinem Gesicht als Zielscheibe darüber. Dafür aber einen Labrador, der mich in meinem schwankenden Zustand mitten in der Nacht fast umgerannt hätte. Er hieß Barbossa und passte eigentlich auf das Haus auf, wenn er nicht gerade Katzen durch den Garten hetzte und Eichhörnchen anbellte. Man fühlte sich sofort heimisch, wenn die Vorstellung der perfekten Adelsfamilie König widerlegt wurde und alles auf einmal richtig normal schien.

Torben wachte auf, als ich die mollige Wärme des Bettes verließ und zu meiner Jeanshose tapste. Ich fühlte mich wie ein typisches One-Night-Stand, das sich nun auf den würdelosen Weg nach Hause machen musste. Dabei hatten wir uns bis jetzt tatsächlich ‚nur’ geküsst – immerhin sollte er mich mit keinem Verlobungsring wecken. Das reichte auch dafür, dass wir uns erst seit gestern Abend kannten.
„Wo willst du hin?“, murrte er träge und drehte sich auf den Rücken, die Arme weit von sich gestreckt. „Komm wieder her, du warst so schön warm.“
Ich lächelte, während ich in die Jeans schlüpfte und fahndete auf dem Teppich nach meinen Socken. „Es ist schon fast um eins“, erwiderte ich als Gegenargument und ignorierte seinen bedauernden Gesichtsausdruck. „Dann lass uns wenigstens noch zusammen frühstücken!“, ereiferte er sich nun und setzte sich langsam auf, einen Kissenabdruck auf der Wange.
„Gut“, stimmte ich milde zu, „Dann steh aber auch auf und zieh dir was an.“ Als Antwort sprang er aus dem Bett, salutierte grinsend und marschierte im Gleichschritt zum Schrank. Ich nannte ihn einen Offiziersspinner und er bewarf mich dafür mit seiner Decke, die er an der Bettkante gefunden hatte.
„Mann“, brummte ich dann am Rande meiner Nerven, „Hast du mein Hemd und mein Shirt irgendwo gesehen?“
Es war mir schon in gewisser Weise peinlich, dass ich vor einem relativ fremden Mann halbnackt stand und am Vorabend so betrunken gewesen bin, dass ich mich nicht einmal daran erinnern kann, wo ich meine Klamotten hingeschmissen hatte.
„Das Hemd hattest du schon nicht mehr an, als wir zu mir nach Hause sind. Ich glaube, du hast es irgendwo weggeworfen. Dein Shirt hingegen hast du mir gegeben, weil du dein halbes Bier darauf entleert hast und meintest noch so was wie ‚saug das gute Bier raus‘.“
Nein, tatsächlich schämte ich mich nicht noch mehr als grundsätzlich, weil mein Niveau, oder meine Würde, je nach dem, seit einiger Zeit nicht mehr ganz so hoch angemessen ist, wie sie vielleicht sein sollte. Eigentlich machte ich mir hauptsächlich Sorgen um mein wunderschönes Hemd!
Torben grinste von einem Ohr zum Anderem, während er flink in Klamotten schlüpfte, nichts weltbewegendes, eine verwaschene Jeans und ein schlichtes, weißes T-Shirt, aber ich kam nicht umhin, ihn mir direkt ohne Klamotten vorzustellen. Krankes Hirn. Das Nougatentchen war harmloser!
Weil ich wohl einen äußerst mitleiderregenden Eindruck machte, tätschelte er mir fast väterlich den Kopf und holte für mich eines seiner Hemden heraus. Ich freute mich innerlich wie ein Schnitzel – das Teil roch zwar zu 90% nach Waschmittel, aber da war dieses Fünkchen Kerl! – ließ mir aber nichts anmerken, nahm wie ein großer Junge die ‚Leihgabe‘ an und streifte es mir über. Jetzt war ich das perfekte One-Night-Stand. Applaus!

Das Haus kam einem ziemlich verlassen vor. Barbossa lag im Garten in seiner Hundehütte und döste, von Elias keine Spur. Ich wusste nicht, ob ich mir deswegen Gedanken machen sollte oder mich einfach glücklich schätzte ... eher zweiteres.
Torben dirigierte mich in die moderne, sterile Küche, die vollkommen unbenutzt aussah. Ich kannte Herr und Frau König nicht, aber irgendwie machten sie bis jetzt einen äußerst geschäftigen Eindruck. Sie schienen kaum zu Hause zu sein und wenn ich ins Schlafzimmer marschieren würde, fände ich bestimmt ein mit Staub überdecktes Ehebett vor. Also nichts mit neuen Verhütungsmitteln. Elias ist bestimmt ein Versehen gewesen. ‚Schatz, hast du das Dokument von ... Ups, wie kommt das denn da hin!‘ und das war’s. Meine Mutter störte es bereits enorm, wenn sie mich einen Tag lang allein zu Hause ließ und machte sich unendliche Sorgen – vielleicht auch, weil ich, beim ersten Mal ‚Vince allein zu Haus‘, das Fell der Katze pink gefärbt hatte. Man darf sich ja wohl noch ausprobieren!
„Huhu, Vince? Ich hoffe, du träumst wenigstens von mir.“ Erschrocken zuckte ich zusammen, versuchte mich auf das Geschehen zu konzentrieren und stellte fest, dass Torben die ganze Zeit mit mir gesprochen hatte – oder es zumindest versucht hatte.
„Sorry“, stammelte ich eilig daher und lächelte verlegen. Er lachte, winkte ab und manövrierte Besteck und Marmelade bemüht grazil zum Esstisch, hinterließ dabei aber beinahe eine Spur aus herunter gefallenen Frühstücksmaterialien, weshalb ich ihm hastig einige Sachen abnahm.
„Steckst du Toast rein? Ich will nur kurz Elias fragen, ob er auch frühstücken will.“ Dass ich bei seinen Worten die Butter beinahe fallen ließ, machte ihn nicht gerade weniger skeptisch. Er hatte wegen unserer ‚freundlichen‘ Unterhaltung gestern nicht noch einmal nachgefragt, aber Torben war nicht auf den Kopf gefallen und wusste, dass da etwas nicht stimmte. Was sollte ich schon sagen? ‚Hey, ich stand mal auf deinen Bruder, aber mittlerweile führen wir eine ganz angenehme Hassliebe, die wir täglich erweitern und gewisse homoerotische Züge hat‘? Ganz bestimmt nicht! Allein, weil die beiden Brüder waren, erschwerte das die Situation noch.
Ich machte das Toast und lauschte angespannt in den stillen Hausflur hinein, das einzige laute Geräusch waren die schweren Schritte von Torben, der die Treppen hochging und dann in den Flur zu Elias Zimmer einbog. Bestimmt wollte der gar nicht frühstücken, erst recht nicht mit uns, oder eher mit mir. Einmal hatte er mir in der Pause mein halbes Essen abgenommen und gemeint, das wäre besser für mich, weil ich schon langsam rund werden würde. Dann hatte ich gesagt, dass man beim Sex genügend Kalorien verbrennt und ich deswegen gar nicht fett werden kann, weshalb er einen ziemlich dämlichen Gesichtsausdruck zutage gebracht hatte. Seither wagte er sich gar nicht mehr an mein Essen. Besser so.
Jedenfalls betete ich zu allen möglicherweise existierenden Göttern, dass Elias momentan eine Diät machte oder sich nur noch von Luft und Liebe ernährte. Leider gönnte man mir meine Glückseligkeit natürlich nicht und kaum, als das Toast mit einem kratzigen Geräusch aus dem Toaster gefloppt war, stand ein angespannter Elias im Türrahmen, gefolgt von Torben, der mir zulächelte und sich an den bereits fertig gedeckten Esstisch setzte. Ich schnappte mir das Toast, tat vollkommen ausgeglichen und nahm dem ‚Gastgeber‘ gegenüber Platz. Mein persönlicher Feind ließ sich auf dem Stuhl direkt neben seinem Bruder nieder, mich mit einem forschenden Blick musternd. Seine Augen blieben an meinem Oberkörper hängen und ich fragte mich augenblicklich, ob mir nicht plötzlich Brüste gewachsen waren. Hätte Andi bestimmt äußerst amüsant gefunden!
Dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Für ihn machte ich nicht nur den Eindruck eines One-Night-Standes, für ihn war ich eines! Das Hemd seines Bruders, unsere ausgelassene Stimmung, oh Gott, ich war ein Flittchen!
„Ist was?“ Torben beobachtete mich aus dem Augenwinkel, bemerkte anscheinend meine plötzlich aufkeimende Panik, die ich versuchte mit einem miesen Lächeln zu überspielen. Dass Elias von mir dachte, ich wäre bereits nach dem ersten Abend mit seinem Bruder in die Kiste gesprungen … Moment, was ging ihn das denn an? Mal abgesehen davon, dass ich nicht gleich beim ersten Treffen mit dem Nächstbesten regen Matratzensport betrieb, hatte es Elias doch überhaupt nicht zu kümmern, was sein Bruder oder ich taten!
„Nein, nein!“, erwiderte ich, deutlich eine Spur zu schnell und griff zur Ablenkung nach dem Aufschnitt. Ich spürte den bohrenden Blick vom König persönlich auf mir, war jedoch keine Person, die eine perfekte oder ausgesprochen gute Menschenkenntnis besaß – im Gegenteil. Eher selten verstand ich Gesten und Mimik richtig zu deuten und noch seltener verstand ich, was die Menschen von mir wollten. Meistens interessierte mich das ja auch nicht, aber bei Elias – na ja, sagen wir’s so, gegen einen Einblick direkt in seine Gedanken, hätte ich wirklich nichts.
Nach dem Frühstück, das in einem unangenehmen Schweigen stattgefunden hatte, half ich noch, höflich wie ich war, beim Abwasch, ehe ich mich verabschiedete. Torben speicherte seine Handynummer bei mir ein und versprach, sich so bald wie möglich bei mir zu melden. Ich meinte darauf nur, dass das auch besser so wäre, immerhin wusste ich nun, wo er wohnt. Danach hatte er ein bisschen ängstlich ausgesehen.
„Bist du dir sicher, dass du Wäsche waschen kannst?“ Ich hatte ein schlechtes Gefühl dabei, meine schönen Klamotten bei ihm zu lassen, aber andererseits durfte ich so netterweise solange sein Hemd behalten. Wenn das mal kein Kompromiss ist!
„Vertraust du mir so wenig?“, schmollte er gespielt und ließ sich nicht mal von meinem liebsten Hundeblick besänftigen. „Siehst eben nicht aus wie eine typische Hausfrau“, witzelte ich noch, schon bei der Haustür stehend, vor der Barbossa hin und her tigerte, weil er unbedingt ins Haus wollte.
„Sorry, Schürze trage ich nur an Werktagen“, grinste er und nahm eine meiner dünnen, hellen Strähnen meiner zerstörten Frisur zwischen die Finger. Im Sommer wurde mein Haar immer irgendwie noch blonder, an sich schon ein Ding.
„War wirklich schön“, schluckte ich verlegen, ein wenig neben mir stehend, so zwischen Haustür und Torben – und da hinten schlich sich auch noch irgendwo Elias herum, wie ein neugieriger Hobbit.
„Ja“, bestätigte Torben, die Hand wegnehmend. Er beugte sich vor, nach Zahnpasta riechend, lächelte und spielte mit dem Zipfel seines Hemdes, das ich trug. Ich legte meine Hände auf seine, lehnte mich vor und musste mich dabei sogar – beschämend für mich – auf die Zehenspitzen stellen, bis ich letztendlich seine Lippen erreichte.
Der zweite Kuss und es wirkte, als wollte er mich gar nicht gehen lassen. Diesmal war es weniger zaghaft, er strich nebenbei mit dem Daumen über meinen Handrücken, mehr, als zeigte er mir noch einmal, was ich so an ihm gewonnen hatte. Er küsste gut, mit wahrem Enthusiasmus. Mal wieder schrien meine Klamotten ‚zieh mich aus, zieh mich aus!‘ aber meine Mutter machte sich sicherlich schon Sorgen und so wie ich Julia und Andi kannte, standen die bereits voller Neugier bei mir zu Hause auf der Matte.
Wir lösten uns erst, als wir keine Luft mehr bekamen und lächelten uns wahrscheinlich richtig dümmlich an, ehe sich Elias im Hintergrund räusperte und auf verklemmte Haushälterin machte. Ich warf ihm einen feindseligen Blick zu und er bleckte als Antwort nur aggressiv wie ein junger Dackel die Zähne. Hauptsache schön hinter dem Rücken seines Bruders, ja ja, die Etikette!
„Ich ruf dich an“, sagte Torben schließlich, zog mich noch in eine warme Umarmung, drückte mir einen flüchtigen Kuss auf den Mundwinkel und öffnete die Haustür, durch die, kaum geöffnet, Barbossa hinein schlüpfte und hechelnd zum anderen König Sprössling huschte.
„Das hoff ich doch, wenn du dein Hemd lebendig wiedersehen willst“, grinste ich, was ihn zum Glucksen brachte.
„Oh Gott, er hat eine Geisel!“ Er schüttelte den Kopf über mich und lehnte sich gut gelaunt gegen den Türrahmen. „Komm gut nach Hause. Und übrigens“, er zwinkerte mir schelmisch zu, während er nach der Klinke griff, „Mein Hemd steht dir.“
„Ich weiß“, stichelte ich und verbeugte mich gestochen tief, um meine rote Gesichtsfarbe zu verbergen. Dann machte ich eine Kehrtwende und verließ mit beschwingtem Gang die Auffahrt. Torben sah mir nach, bis ich um die Straßenecke war.

„Ich versteh dich“, leitete meine Mutter unser Gespräch nüchtern ein und werkelte weiter in der Küche herum. Sie suchte eine ihrer millionen, nein, milliarden Tonschüsseln, die sie von Großtante Erna geerbt hatte, aber aussahen, als hätten sie den Krieg nur zur Hälfte überstanden.
„Als ich jung war, hab ich auch immer spontan gehandelt, die größten Dummheiten gemacht“, erklärte sie unverfroren, vor einem Küchenschrank kniend. „Du weißt ja, deine Großeltern sind so schrecklich konservativ und waren damals auch ziemlich streng.“
Ich nickte mechanisch, so wie ich es immer tat. Am besten ließ man sich von einem ihrer äußerst lehrreichen Vorträge einfach berieseln, wie von einem Nieselregen. Nur bestand dieser hier aus irrelevanten Informationen und dem darauffolgenden Vorwurf. Wartet’s nur ab.
„Aber“, wie ich vorhergesagt hatte, „abends nicht nach Hause kommen, sich nicht melden und irgendwann um halb zwei mittags auftauchen und das auch noch in einem Hemd, das ich in meinem Leben noch nie gesehen habe, das ist einfach nur dreist!“
Ich seufzte ruhig, setzte mich an den kleinen, dekorierten Küchentisch und stützte das Kinn auf einer Hand ab. Meine Mutter war die Beste, das würde ich nie bestreiten. Leider beinhaltete dies aber auch ihre spezielle Art, wie sie Dinge handelte und wie sie ihre Kinder manchmal behandelte. Jedes ihrer drei Kinder hatte sie anders gehandhabt, was wohl auch unsere teilweise verkorksten Erscheinungen erklärte. Aber wie gesagt, nichts gegen Mama.
„Ich mache mir hier Sorgen, weißt du, nicht mal Andreas meldet sich bei mir und du, du machst dir einen Flotten, oder was?! Essen kochen, Wäsche waschen, das kann ich, aber zum Bescheid sagen ist der Herr sich wieder zu fein!“
„Tut mir leid.“
„Ein ‚tut mir leid‘ macht es auch nicht ungeschehen! Und jetzt sag, woher hast du das Hemd?“ Diesmal stach eindeutig die Neugier bei meiner Mutter hervor, mit einer der etlichen Schüsseln in der Hand musterte sie mich streng. Leider war ich ein miserabler Lügner und Ausreden waren gar nicht mein Ding. Als man mich gefragt hatte, warum ich zur ersten Schulstunde zu spät gekommen war, hatte ich tatsächlich ‚Ich wollte erst gar nicht kommen‘ geantwortet. Ich bin einfach viel zu ehrlich.
„Geklaut?“ Sie zog süffisant eine Augenbraue hoch. „Hab ich gefunden!“ Jetzt stemmte sie die Hände in die Hüfte. „Ich bin morgens einfach damit aufgewacht.“ Sie öffnete den Mund, um etwas zu erwidern, doch ich ließ ihr keine Chance. „Ich wurde vergewaltigt und als Entschädigung hat er mir sein Hemd gegeben.“
„Vincent Nicholas Lindemann!“ Ich verdrehte genervt die Augen. Als ob ich nicht wüsste, wie ich hieß. „Du kannst deinem debilen Vater vielleicht so einen Mist auftischen, aber du bist und bleibst ein miserabler Lügner.“ Tja, sie kannte mich eben.
„Schon gut“, gab ich schließlich nach, „Andreas hat Benjamin und Olli nach Hause gefahren, weil die besoffen waren und Julia ist gleich mit. Ich bin da geblieben, weil, äh, na ja…“
Plötzlich blitzte etwas in ihren Augen auf, was mir einen Schauer über den Rücken jagte. Beunruhigend. „Wie heißt er?“
„Lass das, das ist gruselig“, brummte ich nachgiebig und krempelte die zu langen Ärmel des Hemdes hoch. „Er heißt Torben und ist der ältere Bruder von einem Klassenkameraden.“ Auch wenn ich einen relativen guten Bezug zu meiner Mutter hatte, würde ich ihr nie von der Elias/Torben Problematik erzählen – leider wusste sie nämlich bestens, dass Elias und ich wie Tom und Jerry waren und Tom nicht nur Mäuschen spielen wollte.
Sie gab einen seltsamen Laut von sich, eine Mischung zwischen entzücktem Quieken und einem langgezogenen ‚Uuuuh‘. „Älter? Studiert er schon? Oh, ein Student!“ In ihrem wunderbaren Träumen fiel ihr wohl plötzlich wieder ein, wie wir zu diesem Thema gekommen waren. „Aber ihr habt doch nichts … getan, oder?“ Dabei stierte sie skeptisch und auch teilweise feindselig auf das Hemd.
„Mama, schätzt du mich wirklich so ein?“ Sie legte den Kopf schief und schaute ungläubig. „Wir haben nichts getan. Wie gesagt waren die anderen dann weg und wir haben uns ganz nett unterhalten. Und damit Andreas nicht noch mal her kommen musste, hat Torben angeboten, dass ich bei ihm schlafen könnte. Weil ich mich aber ziemlich doof angestellt hatte, habe ich natürlich meine Klamotten versaut und ja … hier bin ich.“ Damit hatte ich meine Mutter beruhigt, unnötige Details ausgelassen und war mit einem blauen Auge davon gekommen. Nicht vorzustellen, wie sie ausgetickt wäre, wenn wir tatsächlich … aber so leicht war ich eben nicht zu haben!
„Und?“ Conny (eigentlich hieß sie ja Constanze, aber wehe einer nannte sie so!) grinste und strahlte mehr als Fukushima und Tschernobyl zusammen. „Seht ihr euch wieder?“
„Wir haben Nummern getauscht“, gab ich bemüht gleichgültig zurück, auch wenn meine Lippen zuckten und sich unbedingt zu einem debilen Grinsen formen wollten. „Außerdem hat er ja noch meine Klamotten.“
„Ich bin ja so stolz auf dich!“ Wahrscheinlich plante sie schon die Hochzeit und welche Kinder wir adoptieren werden. So wie ich sie kannte waren es welche aus Afrika und mindestens zehn Stück. „Wenn es soweit ist, kannst du ihn mir ja mal vorstellen.“ Mutti zwinkerte mir zu, fing an fröhlich zu summen und fahndete weiter nach kitschigem Geschirr. So gehörte sich doch ein Samstagmorgen!

Wie ich erwartet hatte, kam Julia später noch vorbei und begründete ihr einzelnes Auftreten damit, dass Oliver und Benjamin noch verkatert waren und Andreas endlich mal ausschlafen wollte, nachdem die beiden ihn anscheinend ziemlich lange wach gehalten hatten.
Als Ersatz tauchte aber noch wie aus dem Nichts Christoph auf, ebenfalls aus unserer Stufe, der seit jeher auf Julia stand, die natürlich keinen Schimmer davon hatte und unbewusst so auf seinen Gefühlen herum trampelte, dass der sowieso gerade mal 1,72m große Typ förmlich in sich versank.
An sich war Chris eigentlich ein aufgeschlossener, freundlicher Junge, grundsätzlich hilfsbereit und munter. Was auch der Grund dafür war, dass Julia ihn nur als Kumpel wahrnahm, denn meistens lachte die sich die größten Idioten an, die sie von hinten bis vorne verarschten und die sie nur wegen ihrer ‚Bad-Boy‘ Aura mochte. Sie hatte nicht mal ein Funken Ahnung davon, dass Chris für sie vor einen Zug springen würde und als Show für sie dabei noch einen Flick-Flack schlüge. Irgendwo nutzte sie ihn sogar diesbezüglich aus, nur leider stand sie so auf dem Schlauch, dass sie das nicht einmal mitbekam. Der Kerl konnte einem schon leidtun, der hing so in der ‚Friendzone‘ fest, dass es schon fast lächerlich war.
Der Dunkelhaarige brachte ein Mitbringsel in Form von Kuchen mit. Das war nicht selten, weil seine Eltern eine kleine Bäckerei im Ort hatten und Kuchen die Spezialität seiner Mutter war. Diesmal war es Schokoladenkuchen.
Ich weiß noch genau, dass dies der Grund dafür gewesen ist, dass Chris und ich uns angefreundet hatten. Er hatte im Sommer nach frischem Teig gerochen und im Winter nach Zucker und Zimt. Anfangs hatte er mich nicht ausstehen können, weil er dachte, ich stünde auf Julia. Er hatte mich hauptsächlich ignoriert und bissige Kommentare abgegeben, wenn ich dann doch in der Nähe gewesen bin. Bis dann auch bei ihm die Bombe geplatzt ist, als ich ihm ein Kompliment über seinen muskulösen Oberkörper machte und anfing anzüglich zu pfeifen, als er sein T-Shirt bei Stefanies Poolparty auszog. Dann zählte er eins und eins zusammen und brachte mir als Entschädigung für sein unhöfliches Benehmen eine Erdbeersahnetorte. Man muss schon sagen, tolerant waren sie hier im Ort eigentlich schon … aber ich glaube, bei Christoph war da auch die Erleichterung aus ihm heraus geschwappt. Aber mit der Torte hatte er mich.

„Ich hab gehört, ihr ward gestern bei Stefanie?“ Chris legte die Kalorienbombe in der Küche ab, wo wir uns mittlerweile versammelt hatten. Meine Mutter hatte sich ins Wohnzimmer verzogen. Nicht etwa, um uns Privatsphäre zu lassen, Quatsch! Sie konnte jedes einzelne Wort am angrenzenden Wohnzimmer hören, weil ich von einem Platz aus gut das ‚lautlos‘ Zeichen des Fernsehers sehen konnte und sie schon seit mindestens zehn Minuten dieselbe Seite ihres Magazins anstierte. James Bond konnte sich richtig eine Scheibe von ihr abschneiden!
„Ja“, brummte Julia wenig begeistert und verteilte Teller und Besteck an uns. Sie kannte sich nach all der Zeit bestens in meiner Wohnung aus. Ich hingegen vergaß sogar noch ihren Geburtstag und schenkte ihr anschließend irgendwelche Dinge, die ich in unserem Keller so fand. Über die alte Spieluhr zu ihrem Sechzehnten hatte sie sich tatsächlich gefreut! „Und Benji und Olli waren wieder einmal so zu, dass ich kaum was von der Party mitgekriegt habe.“ Sie schnitt den Kuchen an und legte das größte Stück direkt auf meinen Teller. Die wollte doch damit nur bezwecken, dass ich fett wurde und alleine mit fünfzig Katzen in meiner Wohnung sterbe und man mich erst findet, wenn der Verwesungsgeruch ins Treppenhaus zieht. Ja, überall lauerte die Gefahr! Sie bemerkte meinen anklagenden Blick und zwinkerte mir grinsend zu. „Ich mag dich auch kuschelig.“
Nun zufrieden mampfte ich meinen Kuchen. „Wieso warst du eigentlich nicht da?“, wandte ich mich nun an Chris, der geduldig auf sein Stück wartete. Er zuckte mit den Schultern, nahm seinen Teller entgegen und stach mit der Gabel zielstrebig in das Gebäck hinein. „Ich war gestern noch mit einigen vom Verein was trinken.“
„Aha“, machten Julia und ich gleichzeitig. Dafür, dass Chris so ein lieber Kerl war, boxte er in seiner Freizeit im Verein, dreimal die Woche. Krank, oder? Vielleicht kompensierte er auch so seine versteckte Frustration.
„Ist dieser, wie hieß er noch? Dieser … Karl auch dabei gewesen?“, hakte die Blondine interessiert nach. Sie stand auf groß, muskulös und leider auch dämlich, denn Karl war wirklich nicht die hellste Leuchte im Wald. Ich trat ihr taktvoll unter dem Tisch gegens Schienbein, als ich sah, wie Chris die Lippen aufeinander presste, bis sie weiß wurden. Verständnislos zischte Julia mich an.
„Nein“, nuschelte er und stopfte sich sogleich sein halbes Stück Kuchen in den Mund, um dann mit vollem Mund weiter zu sprechen. „Der war nicht dabei. Darf sowieso nichts trinken, hat demnächst einen Kampf…“ Zum Ende hin wurde er immer ruhiger, weshalb ich ihm einen mitleidigen Blick schenkte.
„Ach so“, tat Julia es nun ab und ignorierte die seltsame Stimmung. „Ist ja auch egal! Wie wär’s, wenn wir jetzt über Vinces gestrigen Aufriss sprechen?“ Sie wackelte zweideutig mit den Augenbrauen und aus dem Wohnzimmer ertönte ein Glucksen. Wie toll!
„Genau!“, ereiferte ich mich gespielt und zückte das Katzenspielzeug hervor, das ich bei Stefanie gefunden und heute Morgen in meiner Hosentasche entdeckt hatte. „Ist das nicht toll? Ich könnte den ganzen Tag damit spielen, guck mal Julia!“ Ich wedelte mit der zerwetzten Maus vor dem genervten Gesicht meiner besten Freundin herum. „Na los, hol sie dir! Schnapp sie dir, Tiger!“
Stöhnend entriss Julia mir das Teil und warf es im hohen Bogen aus der Küche, direkt vor das Sofa. Sofort kamen aus irgendeiner Ecke Max und Moritz gesprungen, unsere Stubenkater, die sich, im Gegensatz zu der Blondine, vergnügt auf das Spielzeug stürzten.
Enttäuscht schaute ich sie an. „Jetzt spielen die mit deiner Maus, guck mal … dabei war die extra für dich.“
Ignorant, wie sie nun mal war, beachtete sie mich gar nicht weiter und fing an, Chris vom gestrigen Abend zu erzählen. Vor allem von dem ‚oberscharfen Kerl‘, mit dem ich mich gestern ja so angeregt unterhalten hatte. Sie stellte es dar, als hätte mich mein Traumprinz mit weißem Gaul aus dem Schloss gerettet, nebenbei den Drachen erschlagen und mich direkt im Schlafgemach des Königspaars flachgelegt.
„Dann wünsch ich viel Glück“, lächelte Chris, freundlich wie immer. Er meinte es ehrlich, das sah man ihm an. Ich erwiderte das Lächeln, wank aber mit der Hand ab. „Ich glaube, Glück reicht da nicht…“
Misstrauisch runzelte Julia die Stirn. „Was meinst du damit?“
Ich war mir nicht sicher, ob ich es ihnen erzählen sollte. Es reichte ja schon, dass ich mit dieser Tatsache leben musste und die beiden dann auch noch damit belästigen?
Mit einem Tritt schloss ich die Küchentür hinter mir. „Torben ist Elias älterer Bruder.“ Julias Mund bildete nun ein vorbildliches ‚O‘ und Christoph blinzelte mich verwirrt an.
„Torben ist der Typ von gestern?“, fragte er vorsichtshalber nach.
„Ja“, bekräftigte ich nachdrücklich.
„Und du meinst ganz sicher den Elias, den wir alle kennen?“
„Jaha.“
„Den Elias, den du schon einmal fast ertränkt hättest?“
Widerwillig brummte ich. „Ja doch!“
„Krass“, entfuhr es dem Dunkelhaarigen nun, strich sich über die kurzen Stoppeln auf seinem Kopf. Er ließ sich die Haare immer bis auf einige Millimeter abrasieren, seitdem er wusste, dass Julia auf ‚solche‘ Typen stand.
Eben diese bestätigte das Gesagte mit einem irritierten Nicken, tief in Gedanken. Der Kuchen war fast vergessen. Nur ‚fast‘, weil ich mir bereits das zweite Stück auf den Teller knallte. Diesmal mit Sahne, für die Nerven, ihr wisst schon.
„Und was sagt Elias dazu?“ Kritisch stützte Julchen ihr Kinn auf einer Hand ab, die wissbegierigen, blauen Äugelein auf mich gerichtet. Ich machte ausladende Gesten und lehnte mich gespielt entspannt zurück.
„Der freut sich total“, ereiferte ich mich. „Konnte sich gar nicht einkriegen vor Freude. Hat mir sofort das Familienhäuschen gezeigt, den Eltern als zukünftigen Schwager vorgestellt und mir mit Tränen in den Augen alte Aufnahmen aus der glücklichen Kindheit gezeigt: wie er seinen ersten Keks gegessen hat, wie er zusammen mit Torben in der Badewanne sitzt und mit Quietscheentchen planscht, wie sie im Zoo die Esel streicheln…“
„Schon gut“, unterbrach mich Julia hektisch. „Wir haben’s verstanden. Ich geh mal davon aus, ihr habt euch wieder äußerst lieb gehabt.“
„Na ja, so schlimm war’s nicht.“ Ich zuckte mit den Schultern, tat gleichgültig. „Anfangs hat er gemeint, ich solle Torben keine Hoffnungen machen, weil ich ja nicht schwul sei und dann habe ich ihm eben direkt gesagt, dass er da ziemlich falsch liegt.“
Ihr Mund blieb offen stehen, wieder einmal, dann grinste sie, schüttelte den Kopf und grinste breiter. „Du hast ihm das einfach ins Gesicht gesagt? Hast dich vor dem größten Snob der Stufe geoutet?“
Ich nickte. Sie lachte.
„Weißt du was, Vince? Ich bin richtig froh darüber, dass wir so gute Freunde sind.“
Chris gluckte amüsiert und meine Mutter warf mit einer ungeschickten Handbewegung die Tür beinahe gegen die Wand, als sie eintrat. Mit einem perlweißen Grinsen im Gesicht schneite sie herein.
„So, ich hoffe, ihr habt mir etwas vom Kuchen übrig gelassen!“
Altersflecken Fruchtsäure Jahreszeiten

„Vincent!“ Erschrocken zuckte ich zusammen. Herr Tretmann stand wie ein wütendes Streifenhörnchen direkt vor meinem Tisch und musterte mich tadelnd. „Wo bist du wieder mit deinen Gedanken?“
Ich glaube nicht, dass er darauf eine ehrliche Antwort erwartete, denn dann hätte ich nur angefangen von Torben zu reden. Von seinem Körper, seinem schön geschnittenen Gesicht, seinem Lachen, seinen Lippen…
Julia rettete mich ganz gut aus der Situation, indem sie mir sanft wie ein Vorschlaghammer unter dem Tisch gegen das Schienbein trat. Mit einem verkrampften Lächeln auf den Lippen – denn das Weib hatte eine Wucht drauf – schaute ich zu unserem Klassenlehrer auf und entschuldigte mich. Er ließ es mir noch einmal durchgehen, sein Wortlaut, wie immer eigentlich. Es kam nur selten vor, dass der Tretmann tatsächlich mal durchsetzungsfähig wurde. Ich atmete erleichtert auf, als er sich zur Tafel umwandte und den Unterrichtsstoff weiterführte. Als ob ich mich heute auf Mathe konzentrieren konnte!
In der Pause setzten Julia und ich uns draußen auf die Bank. Da wir im Kurssystem waren, sahen wir Benjamin und Chris nur selten, meistens in den Pausen. Julia und ich hatten uns als einzige aus der ehemaligen 10a dafür entschieden, Kunst als Leistungskurs zu belegen. Jetzt hatten wir solche ‚kreativen Genies‘ wie Yvonne Schraps an der Backe, die davon redete, wie sie die Farben auf ihren Bildern verinnerlichte. Einmal hatte sie während der Stunde Papier gegessen. Wem’s schmeckt…
„Du bist aber heute ganz schön durch den Wind“, merkte meine beste Freundin mit klugem Blick an und lehnte sich an meine Schulter. Es wehte dieser typisch kalte Nordwind, der einem so unangenehm unter die Kleidung kroch.
„Kann sein“, gab ich lahm zu. „Ich philosophiere schon so lange über den Sinn von Polohemden, aber irgendwie verzweifle ich nur daran.“ Ich konnte ihr Gesicht zwar nicht sehen, aber ich wusste, dass sie grinste.
„Ich bezweifle, dass du wegen Polohemden so debil grinst.“ Erwischt. Die kannte mich eben viel zu gut.
„Ich treffe mich heute mit Torben“, erklärte ich dann völlig selbstlos und ließ den Blick über den Schulhof schweifen. Bei einer Baumgruppe fand ich dann auch den werten Herrn König, der gelangweilt an der Hauswand lehnte, während Lisa ihn höchstwahrscheinlich wieder mal zu quatschte ohne Ende. Er sah tierisch gelangweilt aus, während sich die Lippen der Nervensäge unaufhörlich bewegten. Das gönnte ich ihm. Der steckte so tief in ihrem Arsch drin, dass es mich manchmal wunderte, dass er nicht oben wieder raus kam.
„Und, was macht ihr?“ Sie wackelte zweideutig mit den Augenbrauen und ich zwickte sie in den Oberschenkel. „Auf jeden Fall nicht das was du denkst! Er meint, er kocht für mich und dann mal sehen.“
„Bei sich zu Hause?“ Ihre blauen Augen bohrten sich in meine. Sie funkelten so spitzbübisch.
„Ja, wo sonst?“
„Bei Familie König im Haus?“ Also langsam bekam ich das Gefühl, dass sie mir irgendwas Wichtiges sagen wollte.
„Ja doch!“
„Da, wo Elias auch wohnt?“
Ja, okay, jetzt hatte es Klick gemacht. Ich gebe zu, manchmal (oder eher meistens) stand ich eben auf dem Schlauch. Aber ich wusste, was sie mir damit sagen wollte. Elias war bestimmt begeistert, wenn sein Bruder und ich rumturtelnd in der Küche standen und uns mit Schokoladen überzogenen Erdbeeren fütterten … gut, letzteres war nur eine Wunschvorstellung.
„Ich denke mal nicht, dass er großes Drama machen wird. Nicht vor seinem Bruder.“

Wie man sich irren kann!
Es fing schon in der Schule an. Elias provozierte mich die Stunden über beinahe ununterbrochen. Er ignorierte mich, wenn ich ihn etwas fragte, warf mir arrogante Blicke zu und ließ abfällige Kommentare fallen, sobald ich mich äußerte. Glücklicherweise war ich so ein umgänglicher Mensch und ging überhaupt nicht darauf ein.
„Elias, geh mir aus dem Weg oder ich schwöre bei Gott, ich kann für nichts garantieren!“ Das hatte nicht ich gesagt. Das war dieser böse Vincent in mir, der langsam aber sicher raus wollte. Wenn mich dieser Schnösel noch weiter aufregte, dann würde das sicherlich auch noch passieren!
Der Brünette schnaubte nur überlegen und verschränkte die Arme vor der Brust. „Was willst du dann tun, mich bei meinem Bruder verpetzen?“
Ich biss mir auf die Unterlippe, um nicht laut zu werden, was jedoch unnötig war – wir waren die einzigen, die in diesem Schulflur standen. Bis eben hatte ich noch hier ganz friedlich gestanden und auf Julia gewartet, die noch einmal auf Toilette gegangen war. Schulschluss. So lange hatte ich es durchgehalten, ohne Elias die Pest an den Hals zu wünschen und nun stellte der sich mir rotzfrech in den Weg!
„Das hab ich nicht nötig“, blaffte ich zurück und suchte den Augenkontakt. Wie konnte dieses warme, herbstliche Braun so aufgewühlt wirken? Und wieso immer nur bei mir? „Was ist eigentlich los mit dir? Hast du deine Tage?“
„Ich sage es dir nur vorher“, erklärte er nun außergewöhnlich ruhig, „Wenn du meinem Bruder irgendwie verarschen solltest, nur weil wir beide gewisse Probleme haben, dann...“
„Sei einfach ruhig“, unterbrach ich ihn unwirsch, was ihn zu überraschen schien. Nimm das, du Untier aus der Hölle! „Nur weil du so ein intolerantes, selbstverliebtes Arschloch bist, heißt das nicht, dass alle anderen genauso sind.“
Wütend starrten wir uns einfach an, bis Julia zu uns stieß und uns verdutzt musterte. Dann pfiff sie anerkennend und hakte sich bei mir unter. „Also Jungs, das mit dem Anstarren habt ihr echt drauf, aber ich denke mal, du hast nichts dagegen, wenn ich dir Vince klaue, oder? Ihr werdet sicher noch genügend Zeit haben, euch zu liebäugeln.“ Damit zerrte sie mich mit Nachdruck bis zum Schultor, an dem ich mich wieder von ihr befreite, entrüstet schnaubte und in die Richtung der Bushaltestelle trottete.
Dass dieser Kerl mich wieder und wieder auf 180 brachte! Ich hatte gerade das Bedürfnis, eine bestimmte Person irgendwo einzusperren. Am besten eingefettet mit Barbecuesoße in einem Löwenkäfig. Zur Paarungszeit. In einem weiblichen Löwenkostüm. Bitte?
„Wieso lässt du dich eigentlich immer so von ihm provozieren?“ Julia zündete sich eine Zigarette an und musterte mich anklagend. „Das ist doch genau das, was er will.“
Ich seufzte resigniert und lehnte mich an das Haltestellenschild. Es wackelte bedrohlich, als wäre ich ein fettes Walross. Dabei konnte ich so viel Schokolade futtern wie ich wollte – irgendwie nahm ich nie wirklich zu. Julia hasste mich dafür. „Ich weiß doch“, brummte ich und schob die Hände in die Hosentaschen. „Aber … ich … ach, keine Ahnung! Wenn er vor mir steht, kann ich irgendwie nicht anders! Er regt mich einfach auf.“
Die Blondine erwiderte meinen Blick wissend. „Das sollte er aber nicht mehr.“

Zu Hause angekommen, warf ich meine Schultasche in die nächste Ecke und tappte überrascht direkt in meinen Bruder, der mit beladenen Armen wie ein schlechter Dieb aus der Küche geschlichen kam.
„Was machst du denn hier?“, stieß ich überrascht aus, während er noch in letzter Sekunde den Teller mit etlichen Sandwiches auf seinem Arm ausbalancierte. Da er mit seinem Mund einen Apfel transportierte, klang seine Antwort mehr nach einer Rachenentzündung als nach etwas Verständlichem.
„Die Vorlesungen morgen sind nicht wichtig, da dachte ich mir, ich komm‘ früher“, erklärte er trocken, ohne eine Miene zu verziehen, und schmiss sich desinteressiert aufs Sofa, wobei er einen Joghurt verlor, der mit einem unschönem Laut vor dem Sofatisch landete.
Skeptisch lupfte ich eine Augenbraue, meinen werten Bruder dabei beobachtend, wie er versuchte das Gröbste noch vom Teppich retten. Das Teil war schön aufgeplatzt, wie ein Hamster in der Mikrowelle. „Na, wie du meinst. Ich geh jedenfalls gleich und wollte eigentlich Mama noch Bescheid sagen, aber die glänzt ja mal wieder mit Abwesenheit.“
„Die ist bei Gudrun.“ Clemens, der übrigens unserem Vater ausgesprochen ähnlich sah, schmierte sich zeitgleich unwissend ein kleines bisschen Erdbeer-Joghurt in die Haare. Zum Glück waren die so kurz rasiert, da hatte das keine schlimmen Konsequenzen. Mal abgesehen davon, dass er nun gleich viel mehr nach Trottel aussah, als sowieso schon.
„Kannst ihr dann ja sagen, dass ich weg bin. Sie wird wissen wohin. Ich weiß noch nicht, wann ich wiederkomme … und du hast da was.“ Er folgte meiner Gestikulation und verteilte noch mehr Joghurt auf seiner Stirn. Fabelhaft. Darf ich vorstellen, Familie Lindemann! Gut, dass Sie meine Schwester noch nicht kennen…
Ich überließ Clemens seinem Schicksal als Idiot und machte mich daran, dass äußerlich Beste aus mir zu machen. Prinzipiell hatte ich nichts an mir auszusetzen, die blonden, mittlerweile länger gewachsenen Haare saßen perfekt, das weiße T-Shirt stand mir gut und war auch nicht zu verklemmt mit dem V-Ausschnitt und die Hose hatte diese gewisse Enge…trotzdem ging mir irgendwie nicht die Frage aus dem Kopf: War ich überhaupt Torbens Typ? Bevorzugte er etwas? Fand er mich … anziehend.

Altersflecken Fruchtsäure Jahreszeiten

Häufig: Gallenwegserkrankung, Lebererkrankung
Gelegentlich: Mangelernährung, Pankreatitis
Achtung: Neoplasie! Flecken Aus Weißer Jacke Entfernen 7 Tagen Einfach 1 Teil Backpulver (zum Beispiel 1 Esslöffel) mit drei Teilen Wasser (zum Beispiel 3 Esslöffel) zu einer Paste vermischen und aufs feuchte Haar auftragen. Die Paste ein paar Minuten einwirken lassen und anschließend mit warmem Wasser abwaschen. Die Anwendung 1 bis 2 Mal pro Woche wiederholen. Pigmentflecken Was Tun Gegen Jucken Vor dreißig Jahren, an den selben geographischen Koordinaten. Die ausgestorbenen, prähistorischen Löwen des Rassenkreises der Spelaea-Gruppe (siehe unten) hatten vermutlich keine Mähnen. Chloasma Gravidarum Definition 500 PREISE pro Behandlung und beide Seiten. Es werden ca. 8-10 Behandlungen nötig sein, bis die Haare nicht mehr nachwachsen. Ca. 3 – 5% der Leute reagieren leider auf gar keine permanente Enthaarungsmethode. Altersflecken Fruchtsäure Jahreszeiten Der Löwe (Panthera leo, veraltet/poetisch/mundartlich Leu) ist eine Art der Katzen. Er lebt im Unterschied zu anderen Katzen in Rudeln, ist durch die Mähne des Männchens gekennzeichnet und ist heute in Afrika sowie im indischen Bundesstaat Gujarat beheimatet..

Pigmentflecken Was Tun Gegen Jucken

Wird die Nasenschleimhaut dauerhaft gereizt, ob durch Allergene, die Verwendung von Nasentropfen oder aufeinanderfolgende Erkältungen, kann es im Inneren der Nase zu einer Vergrößerung der Nasenmuscheln kommen (Muschelhyperplasie). Diese Vergrößerung bildet sich oftmals nicht von alleine zurück und muss operativ behoben werden [8]. Chloasma Gravidarum Definition 500 Wolkentänzer fuhr sich mit dem Finger über die Wange. ». drei Narben, ich weiß. Was willst du von ihm?« Flecken Aus Weißer Jacke Entfernen 7 Tagen Allein – war es nur das einzige Opfer, das wir zu wägen hatten? War das vergangene Deutschland weniger wert? Gab es nicht auch einer Verpflichtung der eigenen Geschichte gegenüber? Waren wir noch wert, den Ruhm der Vergangenheit auch auf uns zu beziehen? Wie aber war diese Tat der Zukunft zur Rechtfertigung zu unterbreiten? Ich bin für eine sachlichere und gerechtere Betrachtung der Person Steve Jobs. Womit ich seine Erfolge und sein Lebenswerk als Unternehmer nicht in Frage stellen möchte. Dr. Jarvis blickte auf Bryans Körper, dann zurück zu Seymour Wallis. »Das, Mr. Wallis, ist genau das, was wir herausfinden müssen.« Pigmentflecken Was Tun Gegen Jucken Selbstcoaching – Zusammenarbeit mit einem Coach – Coaching für Andere.